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	<title>el naranjo &#187; lengua</title>
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		<title>lyrikline</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 11:01:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Naranjo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ausgezeichnet mit dem Grimme Award 2005 ist die lyrikline eine der Seiten im Netz, die echten Mehrwert bieten. Lyrik, nicht eben ein Gut des t&#228;glichen Bedarfs ist, l&#228;sst man sich darauf ein, ein sch&#246;ner Kontrapunkt im Leben des technikzentrierten Freaks. Hier findet man Gegenwartslyrik nach Sprachen sortiert f&#252;r entspannende Augenblick nur einen Klick weit entfernt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgezeichnet mit dem Grimme Award 2005 ist die lyrikline eine der Seiten im Netz, die echten Mehrwert bieten. Lyrik, nicht eben ein Gut des t&#228;glichen Bedarfs ist, l&#228;sst man sich darauf ein, ein sch&#246;ner Kontrapunkt im Leben des technikzentrierten Freaks. Hier findet man Gegenwartslyrik nach Sprachen sortiert f&#252;r entspannende Augenblick nur einen Klick weit entfernt. <a href="http://www.lyrikline.org" target="_blank">www.lyrikline.org</a></p>
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		<title>BabyTalk</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 19:20:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Naranjo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein bisschen &#8220;merkw&#252;rdig&#8221; mutet es schon an, das Buch von Sally Ward. Vermutlich ist dieser Eindruck aber der simpel gestrickten &#220;bersetzung geschuldet. Der Titel des &#8220;Sprechlern-Spa&#223;-und-Spiel-Programms&#8221; nervt auf die Dauer, wenngleich die Inhalte einleuchten und &#252;berzeugen. Ebenso verh&#228;lt es sich mit den mantra-artig gestreuten Hinweisen darauf, dass sich die dargestellten Entwicklungsschritte nur auf einen Durchschnitt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html%3FASIN=3596159040%26tag=digitenterta%26lcode=xm2%26cID=2025%26ccmID=165953%26location=/o/ASIN/3596159040%253FSubscriptionId=1N9AHEAQ2F6SVD97BE02" title="Click and drag this image to the post editor"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/210Q4AB0KHL.jpg" align="left" border="0" width="106" /></a>Ein bisschen &#8220;merkw&#252;rdig&#8221; mutet es schon an, das Buch von Sally Ward. Vermutlich ist dieser Eindruck aber der simpel gestrickten &#220;bersetzung geschuldet. Der Titel des &#8220;Sprechlern-Spa&#223;-und-Spiel-Programms&#8221; nervt auf die Dauer, wenngleich die Inhalte einleuchten und &#252;berzeugen. Ebenso verh&#228;lt es sich mit den mantra-artig gestreuten Hinweisen darauf, dass sich die dargestellten Entwicklungsschritte nur auf einen Durchschnitt beziehen k&#246;nnen.<span id="more-158"></span> Fragt sich also, f&#252;r wen dieses Buch eigentlich geschrieben wurde. Inhaltlich ist es auf jeden Fall interessant und lesenswert. Dar&#252;ber hinaus  scheint es als w&#228;re Sprache und Sozialkompetenz ganz einfach zu erlernen. Konzentration auf sein Gegen&#252;ber und die Informationen die man erh&#228;lt sowie eine Umgebung, die Kommunikation &#252;berhaupt erst erm&#246;glichst sind die Schl&#252;ssel zur optimalen Entwicklung. BabySprache &#8211; BabyTalk. Wie Eltern die Intelligenz ihrer Kinder f&#246;rdern k&#246;nnen.</p>
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		<title>Methodentraining</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 18:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Naranjo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[sinapsis]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Pohl ist Lehrer am Gymnasium Wildeshausen bei Oldenburg. Sieht man sich mit der Situation konfrontiert, Heranwachsenden Methoden und Arbeitstechniken zu vermitteln, freut man sich &#252;ber solcherlei Kompendien und seine Materialkiste. Weitere Materialien finden sich auch auf den Seiten von Rudolf B. Wohlgemuth. Der Kreativit&#228;tstrainer hat eine Liste mit ersten Schritten zusammengetragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.pohlw.de/lernen/grafik/logo_lernen.gif" align="left" border="0" width="120" /><strong>Wolfgang Pohl</strong> ist Lehrer am Gymnasium Wildeshausen bei Oldenburg. Sieht man sich mit der Situation konfrontiert, Heranwachsenden Methoden und Arbeitstechniken zu vermitteln, freut man sich &#252;ber <a href="http://www.pohlw.de/lernen/index.htm" target="_blank">solcherlei Kompendien</a> und seine Materialkiste. Weitere Materialien finden sich auch auf den Seiten von <strong>Rudolf B. Wohlgemuth</strong>. Der Kreativit&#228;tstrainer hat eine Liste mit <a href="http://www.wohlgemuth-media.de/" target="_blank">ersten Schritten</a> zusammengetragen.</p>
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		<title>cuentos clasicos</title>
		<link>http://www.naranjo.de/2008/03/23/cuentos-clasicos/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Mar 2008 17:18:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Naranjo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Caperucita Roja, la Cenicienta, Blancanieves und viele andere Protagonisten finden sich auch in Pinien- und Eukalyptus-W&#228;ldern. Setzt man sich mit der spanischen Sprache auseinander, sind solche einfachen Texte gut, weil man sich leichter zurechtfindet. Schliesslich kennt man ja die Geschichten, oder nicht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.naranjo.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/03/rotkaeppchen.jpg" title="rotkaeppchen.jpg"><img src="http://www.naranjo.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/03/rotkaeppchen.thumbnail.jpg" title="rotkaeppchen.jpg" alt="rotkaeppchen.jpg" align="left" border="0" /></a><a href="http://www.google.de/search?q=cuentos+clasicos" target="_blank">Caperucita Roja, la Cenicienta, Blancanieves</a> und viele andere Protagonisten finden sich auch in Pinien- und Eukalyptus-W&#228;ldern. Setzt man sich mit der spanischen Sprache auseinander, sind solche einfachen Texte gut, weil man sich leichter zurechtfindet. Schliesslich kennt man ja die Geschichten, oder nicht?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Grundbegriffe der Grammatik</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Mar 2008 13:14:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Naranjo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sch&#246;n, wenn man alles mal kurz und knapp beieinander hat. Ausserdem: Es besteht noch Hoffnung, dass unsere Kultur &#252;berliefert wird. Eine tolle Quelle kommt ausgerechnet aus Ostfriesland ;-)) Martin Bode arbeitet am Teletta-Gro&#223;-Gymnasium in Leer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sch&#246;n, wenn man alles mal <a href="http://www.ewetel.net/~martin.bode/grundbeg.htm" target="_blank">kurz und knapp beieinander</a> hat. Ausserdem: Es besteht noch Hoffnung, dass unsere Kultur &#252;berliefert wird. Eine tolle Quelle kommt ausgerechnet aus Ostfriesland ;-)) <strong>Martin Bode </strong>arbeitet am <a href="http://www.tgg-leer.de/">Teletta-Gro&#223;-Gymnasium</a> in Leer.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rot- und Kauderwelsch</title>
		<link>http://www.naranjo.de/2007/06/28/rot-und-kauderwelsch/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jun 2007 10:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Naranjo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da hab ich doch folgende netten Gl&#252;ckw&#252;nsche bekommen: buenos dias don naranjo, des saluts tres bien pour ton anniversaire. el epuipo de la firma decit: feliz cumpleaños. des saludos cordiales. Erinnert mich ein bisschen an Rotwelsch, was auch wieder sehr lustig ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hab ich doch folgende netten Gl&#252;ckw&#252;nsche bekommen:</p>
<p><em>buenos dias don naranjo, des saluts tres bien pour ton anniversaire. el epuipo de la firma decit: feliz cumpleaños. des saludos cordiales.</em></p>
<p>Erinnert mich ein bisschen an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rotwelsch" title="Rotwelsch" target="_blank">Rotwelsch</a>, was auch wieder sehr lustig ist.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Glocke &#8230;</title>
		<link>http://www.naranjo.de/2007/06/24/die-glocke/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jun 2007 15:56:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Naranjo</dc:creator>
				<category><![CDATA[lengua]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; konnte meine Oppa auch auswendig: Fest gemauert in der Erden Steht die Form, aus Lehm gebrannt. Heute mu&#223; die Glocke werden. Frisch, Gesellen! seid zur Hand. Von der Stirne hei&#223; Rinnen mu&#223; der Schwei&#223;, Soll das Werk den Meister loben, Doch der Segen kommt von oben. Zum Werke, das wir ernst bereiten, Geziemt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; konnte meine Oppa auch auswendig:</p>
<p>Fest gemauert in der Erden<br />
Steht die Form, aus Lehm gebrannt.<br />
Heute mu&#223; die Glocke werden.<br />
Frisch, Gesellen! seid zur Hand.<br />
Von der Stirne hei&#223;<br />
Rinnen mu&#223; der Schwei&#223;,<br />
Soll das Werk den Meister loben,<br />
Doch der Segen kommt von oben.<br />
<span id="more-87"></span>Zum Werke, das wir ernst bereiten,<br />
Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;<br />
Wenn gute Reden sie begleiten,<br />
Dann flie&#223;t die Arbeit munter fort.<br />
So la&#223;t uns jetzt mit Flei&#223; betrachten,<br />
Was durch die schwache Kraft entspringt,<br />
Den schlechten Mann mu&#223; man verachten,<br />
Der nie bedacht, was er vollbringt.<br />
Das ist&#8217;s ja, was den Menschen zieret,<br />
Und dazu ward ihm der Verstand,<br />
Da&#223; er im innern Herzen sp&#252;ret,<br />
Was er erschafft mit seiner Hand.</p>
<p>Nehmet Holz vom Fichtenstamme,<br />
Doch recht trocken la&#223;t es sein,<br />
Da&#223; die eingepre&#223;te Flamme<br />
Schlage zu dem Schwalch hinein.<br />
Kocht des Kupfers Brei,<br />
Schnell das Zinn herbei,<br />
Da&#223; die z&#228;he Glockenspeise<br />
Flie&#223;e nach der rechten Weise.</p>
<p>Was in des Dammes tiefer Grube<br />
Die Hand mit Feuers H&#252;lfe baut,<br />
Hoch auf des Turmes Glockenstube<br />
Da wird es von uns zeugen laut.<br />
Noch dauern wird&#8217;s in sp&#228;ten Tagen<br />
Und r&#252;hren vieler Menschen Ohr<br />
Und wird mit dem Betr&#252;bten klagen<br />
Und stimmen zu der Andacht Chor.<br />
Was unten tief dem Erdensohne<br />
Das wechselnde Verh&#228;ngnis bringt,<br />
Das schl&#228;gt an die metallne Krone,<br />
Die es erbaulich weiterklingt.</p>
<p>Wei&#223;e Blasen seh&#8217; ich springen,<br />
Wohl! die Massen sind im Flu&#223;.<br />
La&#223;t&#8217;s mit Aschensalz durchdringen,<br />
Das bef&#246;rdert schnell den Gu&#223;.<br />
Auch von Schaume rein<br />
Mu&#223; die Mischung sein,<br />
Da&#223; vom reinlichen Metalle<br />
Rein und voll die Stimme schalle.</p>
<p>Denn mit der Freude Feierklange<br />
Begr&#252;&#223;t sie das geliebte Kind<br />
Auf seines Lebens erstem Gange,<br />
Den es in Schlafes Arm beginnt;<br />
Ihm ruhen noch im Zeitenscho&#223;e<br />
Die schwarzen und die heitern Lose,<br />
Der Mutterliebe zarte Sorgen<br />
Bewachen seinen goldnen Morgen ?<br />
Die Jahre fliehen pfeilgeschwind.<br />
Vom M&#228;dchen rei&#223;t sich stolz der Knabe,<br />
Er st&#252;rmt in&#8217;s Leben wild hinaus,<br />
Durchmi&#223;t die Welt am Wanderstabe.<br />
Fremd kehrt er heim in&#8217;s Vaterhaus,<br />
Und herrlich, in der Jugend Prangen,<br />
Wie ein Gebild aus Himmels H&#246;h&#8217;n,<br />
Mit z&#252;chtigen, versch&#228;mten Wangen<br />
Sieht er die Jungfrau vor sich stehn.<br />
Da fa&#223;t ein namenloses Sehnen<br />
Des J&#252;nglings Herz, er irrt allein,<br />
Aus seinen Augen brechen Tr&#228;nen,<br />
Er flieht der Br&#252;der wilder Reih&#8217;n.<br />
Err&#246;tend folgt er ihren Spuren,<br />
Und ist von ihrem Gru&#223; begl&#252;ckt,<br />
Das sch&#246;nste sucht er auf den Fluren,<br />
Womit er seine Liebe schm&#252;ckt.<br />
O! zarte Sehnsucht, s&#252;&#223;es Hoffen,<br />
Der ersten Liebe goldne Zeit,<br />
Das Auge sieht den Himmel offen,<br />
Es schwelgt das Herz in Seligkeit,<br />
O! da&#223; sie ewig gr&#252;nen bliebe,<br />
Die sch&#246;ne Zeit der jungen Liebe!</p>
<p>Wie sich schon die Pfeifen br&#228;unen!<br />
Dieses St&#228;bchen tauch&#8217; ich ein,<br />
Sehn wir&#8217;s &#252;berglast erscheinen,<br />
Wird&#8217;s zum Gusse zeitig sein.<br />
Jetzt, Gesellen, frisch!<br />
Pr&#252;ft mir das Gemisch,<br />
Ob das Spr&#246;de mit dem Weichen<br />
Sich vereint zum guten Zeichen.</p>
<p>Denn wo das Strenge mit dem Zarten,<br />
Wo Starkes sich und Mildes paarten,<br />
Da gibt es einen guten Klang.<br />
Drum pr&#252;fe, wer sich ewig bindet,<br />
Ob sich das Herz zum Herzen findet!<br />
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.<br />
Lieblich in der Br&#228;ute Locken<br />
Spielt der jugfr&#228;uliche Kranz,<br />
Wenn die hellen Kirchenglocken<br />
Laden zu des Festes Glanz.<br />
Ach! des Lebens sch&#246;nste Feier<br />
Endigt auch den Lebens-Mai,<br />
Mit dem G&#252;rtel, mit dem Schleier<br />
Rei&#223;t der sch&#246;ne Wahn entzwei.<br />
Die Leidenschaft flieht!<br />
Die Liebe mu&#223; bleiben,<br />
Die Blume verbl&#252;ht,<br />
Die Frucht mu&#223; treiben.<br />
Der Mann mu&#223; hinaus<br />
In&#8217;s feindliche Leben,<br />
Mu&#223; wirken und streben<br />
Und pflanzen und schaffen,<br />
Erlisten, erraffen,<br />
Mu&#223; wetten und wagen,<br />
Das Gl&#252;ck zu erjagen.<br />
Da str&#246;met herbei die unendliche Gabe,<br />
Es f&#252;llt sich der Speicher mit k&#246;stlicher Habe,<br />
Die R&#228;ume wachsen, es dehnt sich das Haus.<br />
Und drinnen waltet<br />
Die z&#252;chtige Hausfrau,<br />
Die Mutter der Kinder,<br />
Und herrschet weise<br />
Im h&#228;uslichen Kreise,<br />
Und lehret die M&#228;dchen<br />
Und wehret den Knaben,<br />
Und reget ohn&#8217; Ende<br />
Die flei&#223;igen H&#228;nde,<br />
Und mehrt den Gewinn<br />
Mit ordnendem Sinn.<br />
Und f&#252;llet mit Sch&#228;tzen die duftenden Laden,<br />
Und dreht um die schnurrende Spindel den Faden,<br />
Und sammelt im reinlich gegl&#228;tteten Schrein<br />
Die schimmernde Wolle, den schneeigten Lein,<br />
Und f&#252;get zum Guten den Glanz und den Schimmer,<br />
Und ruhet nimmer.</p>
<p>Und der Vater mit frohem Blick<br />
Von des Hauses weitschauendem Giebel<br />
&#220;berz&#228;hlet sein bl&#252;hendes Gl&#252;ck,<br />
Siehet der Pfosten ragende B&#228;ume<br />
Und der Scheunen gef&#252;llte R&#228;ume<br />
Und die Speicher, vom Segen gebogen,<br />
Und des Kornes bewegte Wogen,<br />
R&#252;hmt sich mit stolzem Mund:<br />
Fest, wie der Erde Grund,<br />
Gegen des Ungl&#252;cks Macht<br />
Steht mit des Hauses Pracht!<br />
Doch mit des Geschickes M&#228;chten<br />
Ist kein ew&#8217;ger Bund zu flechten,<br />
Und das Ungl&#252;ck schreitet schnell.</p>
<p>Wohl! nun kann der Gu&#223; beginnen,<br />
Sch&#246;n gezacket ist der Bruch.<br />
Doch, bevor wir&#8217;s lassen rinnen,<br />
Betet einen frommen Spruch!<br />
Sto&#223;t den Zapfen aus!<br />
Gott bewahr das Haus!<br />
Rauchend in des Henkels Bogen<br />
Schie&#223;t&#8217;s mit feuerbraunen Wogen.</p>
<p>Woht&#228;tig ist des Feuers Macht,<br />
Wenn sie der Mensch bez&#228;hmt, bewacht,<br />
Und was er bildet, was er schafft,<br />
Das dankt er dieser Himmelskraft;<br />
Doch furchtbar wird die Himmelskraft,<br />
Wenn sie der Fessel sich entrafft,<br />
Einhertritt auf der eignen Spur<br />
Die freie Tochter der Natur.<br />
Wehe, wenn sie losgelassen<br />
Wachsend ohne Widerstand<br />
Durch die volkbelebten Gassen<br />
W&#228;lzt den ungeheuren Brand!<br />
Denn die Elemente hassen<br />
Das Gebild&#8217; der Menschenhand.<br />
Aus der Wolke<br />
Quillt der Segen,<br />
Str&#246;mt der Regen,<br />
Aus der Wolke, ohne Wahl,<br />
Zuckt der Strahl!<br />
H&#246;rt ihr&#8217;s wimmern hoch vom Turm!<br />
Das ist Sturm!<br />
Rot wie Blut<br />
Ist der Himmel,<br />
Das ist nicht des Tages Glut!<br />
Welch Get&#252;mmel<br />
Stra&#223;en auf!<br />
Dampf wallt auf!<br />
Flackernd steigt die Feuers&#228;ule,<br />
Durch der Stra&#223;e lange Zeile<br />
W&#228;chst es fort mit Windeseile,<br />
Kochend wie aus Ofens Rachen<br />
Gl&#252;hn die L&#252;fte, Balken krachen,<br />
Pfosten st&#252;rzen, Fenster klirren,<br />
Kinder jammern, M&#252;tter irren,<br />
Tiere wimmern<br />
Unter Tr&#252;mmern,<br />
Alles rennet, rettet, fl&#252;chtet,<br />
Taghell ist die Nacht gelichtet,<br />
Durch der H&#228;nde lange Kette<br />
Um die Wette<br />
Fliegt der Eimer, hoch im Bogen<br />
Spr&#252;tzen Quellen, Wasserwogen.<br />
Heulend kommt der Sturm geflogen,<br />
Der die Flamme brausend sucht.<br />
Prasselnd in die d&#252;rre Frucht<br />
F&#228;llt sie, in des Speichers R&#228;ume,<br />
In der Sparren d&#252;rre B&#228;ume,<br />
Und als wollte sie im Wehen<br />
Mit sich fort der Erde Wucht<br />
Rei&#223;en, in gewalt&#8217;ger Flucht,<br />
W&#228;chst sie in des Himmels H&#246;hen<br />
Riesengro&#223;!<br />
Hoffnungslos<br />
Weicht der Mensch der G&#246;tterst&#228;rke,<br />
M&#252;&#223;ig sieht er seine Werke<br />
Und bewundernd untergehn.</p>
<p>Leergebrannt<br />
Ist die St&#228;tte,<br />
Wilder St&#252;rme rauhes Bette,<br />
In den &#246;den Fensterh&#246;hlen<br />
Wohnt das Grauen,<br />
Und des Himmels Wolken schauen<br />
Hoch hinein.</p>
<p>Einen Blick<br />
Nach dem Grabe<br />
Seiner Habe<br />
Sendet noch der Mensch zur&#252;ck ?<br />
Greift fr&#246;hlich dann zum Wanderstabe.<br />
Was Feuers Wut ihm auch geraubt,<br />
Ein s&#252;&#223;er Trost ist ihm geblieben,<br />
Er z&#228;hlt die H&#228;upter seiner Lieben,<br />
Und sieh! ihm fehlt kein teures Haupt.</p>
<p>In die Erd&#8217; ist&#8217;s aufgenommen,<br />
Gl&#252;cklich ist die Form gef&#252;llt,<br />
Wird&#8217;s auch sch&#246;n zutage kommen,<br />
Da&#223; es Flei&#223; und Kunst vergilt?<br />
Wenn der Gu&#223; mi&#223;lang?<br />
Wenn die Form zersprang?<br />
Ach! vielleicht indem wir hoffen,<br />
Hat uns Unheil schon getroffen.</p>
<p>Dem dunkeln Scho&#223; der heil&#8217;gen Erde<br />
Vertrauen wir der H&#228;nde Tat,<br />
Vertraut der S&#228;mann seine Saat<br />
Und hofft, da&#223; sie entkeimen werde<br />
Zum Segen, nach des Himmels Rat.<br />
Noch k&#246;stlicheren Samen bergen<br />
Wir trauernd in der Erde Scho&#223;,<br />
Und hoffen, da&#223; er aus den S&#228;rgen<br />
Erbl&#252;hen soll zu sch&#246;nerm Los.</p>
<p>Von dem Dome,<br />
Schwer und bang,<br />
T&#246;nt die Glocke<br />
Grabgesang.<br />
Ernst begleiten ihre Trauerschl&#228;ge<br />
Einen Wandrer auf dem letzten Wege.</p>
<p>Ach! die Gattin ist&#8217;s, die teure,<br />
Ach! es ist die treue Mutter,<br />
Die der schwarze F&#252;rst der Schatten<br />
Wegf&#252;hrt aus dem Arm des Gatten,<br />
Aus der zarten Kinder Schar,<br />
Die sie bl&#252;hend ihm gebar,<br />
Die sie an der treuen Brust<br />
Wachsen sah mit Mutterlust ?<br />
Ach! des Hauses zarte Bande<br />
Sind gel&#246;st auf immerdar,<br />
Denn sie wohnt im Schattenlande,<br />
Die des Hauses Mutter war,<br />
Denn es fehlt ihr treues Walten,<br />
Ihre Sorge wacht nicht mehr,<br />
An verwaister St&#228;tte schalten<br />
Wird die Fremde, liebeleer.</p>
<p>Bis die Glocke sich verk&#252;hlet,<br />
La&#223;t die strenge Arbeit ruhn,<br />
Wie im Laub der Vogel spielet,<br />
Mag sich jeder g&#252;tlich tun.<br />
Winkt der Sterne Licht,<br />
Ledig aller Pflicht,<br />
H&#246;rt der Pursch die Vesper schlagen,<br />
Meister mu&#223; sich immer plagen.</p>
<p>Munter f&#246;rdert seine Schritte<br />
Fern im wilden Forst der Wandrer<br />
Nach der lieben Heimath&#252;tte.<br />
Bl&#246;kend ziehen heim die Schafe,<br />
Und der Rinder<br />
Breitgestirnte, glatte Scharen<br />
Kommen br&#252;llend,<br />
Die gewohnten St&#228;lle f&#252;llend.<br />
Schwer herein<br />
Schwankt der Wagen,<br />
Kornbeladen,<br />
Bunt von Farben<br />
Auf den Garben<br />
Liegt der Kranz,<br />
Und das junge Volk der Schnitter<br />
Fliegt zum Tanz.<br />
Markt und Stra&#223;e werden stiller,<br />
Um des Lichts gesell&#8217;ge Flamme<br />
Sammeln sich die Hausbewohner,<br />
Und das Stadttor schlie&#223;t sich knarrend.<br />
Schwarz bedecket<br />
Sich die Erde,<br />
Doch den sichern B&#252;rger schrecket<br />
Nicht die Nacht,<br />
Die den B&#246;sen gr&#228;&#223;lich wecket,<br />
Denn das Auge des Gesetzes wacht.</p>
<p>Heil&#8217;ge Ordnung, segenreiche<br />
Himmelstochter, die das Gleiche<br />
Frei und leicht und freudig bindet,<br />
Die der St&#228;dte Bau begr&#252;ndet,<br />
Die herein von den Gefilden<br />
Rief den ungesell&#8217;gen Wilden,<br />
Eintrat in der Menschen H&#252;tten,<br />
Sie gew&#246;hnt zu sanften Sitten<br />
Und das teuerste der Bande<br />
Wob, den Trieb zum Vaterlande!</p>
<p>Tausend flei&#223;&#8217;ge H&#228;nde regen,<br />
Helfen sich in munterm Bund,<br />
Und in feurigem Bewegen<br />
Werden alle Kr&#228;fte kund.<br />
Meister r&#252;hrt sich und Geselle<br />
In der Freiheit heil&#8217;gem Schutz.<br />
Jeder freut sich seiner Stelle,<br />
Bietet dem Ver&#228;chter Trutz.<br />
Arbeit ist des B&#252;rgers Zierde,<br />
Segen ist der M&#252;he Preis,<br />
Ehrt den K&#246;nig seine W&#252;rde,<br />
Ehret uns der H&#228;nde Flei&#223;.</p>
<p>Holder Friede,<br />
S&#252;&#223;e Eintracht,<br />
Weilet, weilet<br />
Freundlich &#252;ber dieser Stadt!<br />
M&#246;ge nie der Tag erscheinen,<br />
Wo des rauhen Krieges Horden<br />
Dieses stille Tal durchtoben,<br />
Wo der Himmel,<br />
Den des Abends sanfte R&#246;te<br />
Lieblich malt,<br />
Von der D&#246;rfer, von der St&#228;dte<br />
Wildem Brande schrecklich strahlt!</p>
<p>Nun zerbrecht mir das Geb&#228;ude,<br />
Seine Absicht hat&#8217;s erf&#252;llt,<br />
Da&#223; sich Herz und Auge weide<br />
An dem wohlgelungnen Bild.<br />
Schwingt den Hammer, schwingt,<br />
Bis der Mantel springt,<br />
Wenn die Glock&#8217; soll auferstehen,<br />
Mu&#223; die Form in St&#252;cke gehen.</p>
<p>Der Meister kann die Form zerbrechen<br />
Mit weiser Hand, zur rechten Zeit,<br />
Doch wehe, wenn in Flammenb&#228;chen<br />
Das gl&#252;hnde Erz sich selbst befreit!<br />
Blindw&#252;tend mit des Donners Krachen<br />
Zersprengt es das geborstne Haus,<br />
Und wie aus offnem H&#246;llenrachen<br />
Speit es Verderben z&#252;ndend aus;<br />
Wo rohe Kr&#228;fte sinnlos walten,<br />
Da kann sich kein Gebild gestalten,<br />
Wenn sich die V&#246;lker selbst befrein,<br />
Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.</p>
<p>Weh, wenn sich in dem Scho&#223; der St&#228;dte<br />
Der Feuerzunder still geh&#228;uft,<br />
Das Volk, zerrei&#223;end seine Kette,<br />
Zur Eigenhilfe schrecklich greift!<br />
Da zerret an der Glocken Str&#228;ngen<br />
Der Aufruhr, da&#223; sie heulend schallt,<br />
Und, nur geweiht zu Friedenskl&#228;ngen,<br />
Die Losung anstimmt zur Gewalt.</p>
<p>Freiheit und Gleichheit! h&#246;rt man schallen,<br />
Der ruh&#8217;ge B&#252;rger greift zur Wehr,<br />
Die Stra&#223;en f&#252;llen sich, die Hallen,<br />
Und W&#252;rgerbanden ziehn umher,<br />
Das werden Weiber zu Hy&#228;nen<br />
Und treiben mit Entsetzen Scherz,<br />
Noch zuckend, mit des Panthers Z&#228;hnen,<br />
Zerrei&#223;en sie des Feindes Herz.<br />
Nichts Heiliges ist mehr, es l&#246;sen<br />
Sich alle Bande frommer Scheu,<br />
Der Gute r&#228;umt den Platz dem B&#246;sen,<br />
Und alle Laster walten frei.<br />
Gef&#228;hrlich ist&#8217;s, den Leu zu wecken,<br />
Verderblich ist des Tigers Zahn,<br />
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,<br />
Das ist der Mensch in seinem Wahn.<br />
Weh denen, die dem Ewigblinden<br />
Des Lichtes Himmelsfackel leihn!<br />
Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur z&#252;nden<br />
Und &#228;schert St&#228;dt&#8217; und L&#228;nder ein.</p>
<p>Freude hat mir Gott gegeben!<br />
Sehet! Wie ein goldner Stern<br />
Aus der H&#252;lse, blank und eben,<br />
Sch&#228;lt sich der metallne Kern.<br />
Von dem Helm zum Kranz<br />
Spielt&#8217;s wie Sonnenglanz,<br />
Auch des Wappens nette Schilder<br />
Loben den erfahrnen Bilder.</p>
<p>Herein! herein!<br />
Gesellen alle, schlie&#223;t den Reihen,<br />
Da&#223; wir die Glocke taufend weihen,<br />
Concordia soll ihr Name sein,<br />
Zur Eintracht, zu herzinnigem Vereine<br />
Versammle sich die liebende Gemeine.</p>
<p>Und dies sei fortan ihr Beruf,<br />
Wozu der Meister sie erschuf!<br />
Hoch &#252;ber&#8217;m niedern Erdenleben<br />
Soll sie im blauen Himmelszelt<br />
Die Nachbarin des Donners schweben<br />
Und grenzen an die Sternenwelt,<br />
Soll eine Stimme sein von oben,<br />
Wie der Gestirne helle Schar,<br />
Die ihren Sch&#246;pfer wandelnd loben<br />
Und f&#252;hren das bekr&#228;nzte Jahr.<br />
Nur ewigen und ernsten Dingen<br />
Sei ihr metallner Mund geweiht,<br />
Und st&#252;ndlich mit den schnellen Schwingen<br />
Ber&#252;hr&#8217; im Fluge sie die Zeit,<br />
Dem Schicksal leihe sie die Zunge,<br />
Selbst herzlos, ohne Mitgef&#252;hl,<br />
Begleite sie mit ihrem Schwunge<br />
Des Lebens wechselvolles Spiel.<br />
Und wie der Klang im Ohr vergehet,<br />
Der m&#228;chtig t&#246;nend ihr entschallt,<br />
So lehre sie, da&#223; nichts bestehet,<br />
Da&#223; alles Irdische verhallt.</p>
<p>Jetzo mit der Kraft des Stranges<br />
Wiegt die Glock&#8217; mir aus der Gruft,<br />
Da&#223; sie in das Reich des Klanges<br />
Steige, in die Himmelsluft.<br />
Ziehet, ziehet, hebt!<br />
Sie bewegt sich, schwebt,<br />
Freude dieser Stadt bedeute,<br />
Friede sei ihr erst Gel&#228;ute.</p>
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		<item>
		<title>Die B&#252;rgschaft</title>
		<link>http://www.naranjo.de/2007/06/23/die-buergschaft/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Jun 2007 15:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Naranjo</dc:creator>
				<category><![CDATA[lengua]]></category>

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		<description><![CDATA[Mann, was hat mein Opa (m&#252;tterlicherseits) an Geniestreichen draufgehabt: Aus Zigarrenkisten R&#246;hrenradios gebaut, aus Balsaholzkl&#246;tzen Modellflugzeugnasen. Er hat gleich nach Erfindung des Transistors eine Flip-Flop-Schaltung in eine Plastikb&#252;chse von Atzert gel&#246;tet und mich die Bauteile auswenig lernen lassen (Ich weiss davon heute nix mehr). Er hat den Motor eines VW K&#228;fer 1200 und eines VW [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mann, was hat mein Opa (m&#252;tterlicherseits) an Geniestreichen draufgehabt: Aus Zigarrenkisten R&#246;hrenradios gebaut, aus Balsaholzkl&#246;tzen Modellflugzeugnasen. Er hat gleich nach Erfindung des Transistors eine Flip-Flop-Schaltung in eine Plastikb&#252;chse von Atzert gel&#246;tet und mich die Bauteile auswenig lernen lassen (Ich weiss davon heute nix mehr). Er hat den Motor eines VW K&#228;fer 1200 und eines VW Variant 1600 auseinander und wieder zusammengschraubt, w&#228;hrend seine Tochter (was meine Mama ist), Ihr Mann (also meine Papa) und ein Steppke (icke) auf den Koffern f&#252;r den Sommerurlaub gesessen hat. Er hat geraucht wie ein Schlot, zu keinem Bier oder Schn&#228;pschen nein gesagt, war ein spindeld&#252;rrer Hans-Dampf-in-allen-Gassen mit einem Ruhepuls von 240. Er war ein Despot und ein 24-Stunden-rund-um-die-Uhr-Rettungsdienst f&#252;r die ganze Familie. Er hat mir viel hinterlassen und konnte das hier auswendig:</p>
<p><span id="more-86"></span>Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich<br />
Damon, den Dolch im Gewande:<br />
Ihn schlugen die H&#228;scher in Bande,<br />
&#8220;Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!&#8221;<br />
Entgegnet ihm finster der W&#252;terich.<br />
&#8220;Die Stadt vom Tyrannen befreien!&#8221;<br />
&#8220;Das sollst du am Kreuze bereuen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich bin&#8221;, spricht jener, &#8220;zu sterben bereit<br />
Und bitte nicht um mein Leben:<br />
Doch willst du Gnade mir geben,<br />
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,<br />
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;<br />
Ich lasse den Freund dir als B&#252;rgen,<br />
Ihn magst du, entrinn&#8217; ich, erw&#252;rgen.&#8221;</p>
<p>Da l&#228;chelt der K&#246;nig mit arger List<br />
Und spricht nach kurzem Bedenken:<br />
&#8220;Drei Tage will ich dir schenken;<br />
Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,<br />
Eh&#8217; du zur&#252;ck mir gegeben bist,<br />
So mu&#223; er statt deiner erblassen,<br />
Doch dir ist die Strafe erlassen.&#8221;</p>
<p>Und er kommt zum Freunde: &#8220;Der K&#246;nig gebeut,<br />
Da&#223; ich am Kreuz mit dem Leben<br />
Bezahle das frevelnde Streben.<br />
Doch will er mir g&#246;nnen drei Tage Zeit,<br />
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;<br />
So bleib du dem K&#246;nig zum Pfande,<br />
Bis ich komme zu l&#246;sen die Bande.&#8221;</p>
<p>Und schweigend umarmt ihn der treue Freund<br />
Und liefert sich aus dem Tyrannen;<br />
Der andere ziehet von dannen.<br />
Und ehe das dritte Morgenrot scheint,<br />
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,<br />
Eilt heim mit sorgender Seele,<br />
Damit er die Frist nicht verfehle.</p>
<p>Da gie&#223;t unendlicher Regen herab,<br />
Von den Bergen st&#252;rzen die Quellen,<br />
Und die B&#228;che, die Str&#246;me schwellen.<br />
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,<br />
Da rei&#223;et die Br&#252;cke der Strudel herab,<br />
Und donnernd sprengen die Wogen<br />
Dem Gew&#246;lbes krachenden Bogen.</p>
<p>Und trostlos irrt er an Ufers Rand:<br />
Wie weit er auch sp&#228;het und blicket<br />
Und die Stimme, die rufende, schicket.<br />
Da st&#246;&#223;et kein Nachen vom sichern Strand,<br />
Der ihn setze an das gew&#252;nschte Land,<br />
Kein Schiffer lenket die F&#228;hre,<br />
Und der wilde Strom wird zum Meere.</p>
<p>Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,<br />
Die H&#228;nde zum Zeus erhoben:<br />
&#8220;O hemme des Stromes Toben!<br />
Es eilen die Stunden, im Mittag steht<br />
Die Sonne, und wenn sie niedergeht<br />
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,<br />
So mu&#223; der Freund mir erbleichen.&#8221;</p>
<p>Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,<br />
Und Welle auf Welle zerrinet,<br />
Und Stunde an Stunde ertrinnet.<br />
Da treibt ihn die Angst, da fa&#223;t er sich Mut<br />
Und wirft sich hinein in die brausende Flut<br />
Und teilt mit gewaltigen Armen<br />
Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.</p>
<p>Und gewinnt das Ufer und eilet fort<br />
Und danket dem rettenden Gotte;<br />
Da st&#252;rzet die raubende Rotte<br />
Hervor aus des Waldes n&#228;chtlichem Ort,<br />
Den Pfad ihm sperrend, und schnaubert Mord<br />
Und hemmet des Wanderers Eile<br />
Mit drohend geschwungener Keule.</p>
<p>&#8220;Was wollt ihr?&#8221; ruft er vor Schrecken bleich,<br />
&#8220;Ich habe nichts als mein Leben,<br />
Das mu&#223; ich dem K&#246;nige geben!&#8221;<br />
Und entrei&#223;t die Keule dem n&#228;chsten gleich:<br />
&#8220;Um des Freundes willen erbarmet euch!&#8221;<br />
Und drei mit gewaltigen Streichen<br />
Erlegt er, die andern entweichen.</p>
<p>Und die Sonne versendet gl&#252;henden Brand,<br />
Und von der unendlichen M&#252;he<br />
Ermattet sinken die Kniee.<br />
&#8220;O hast du mich gn&#228;dig aus R&#228;ubershand,<br />
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,<br />
Und soll hier verschmachtend verderben,<br />
Und der Freund mir, der liebende, sterben!&#8221;</p>
<p>Und horch! da sprudelt es silberhell,<br />
Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,<br />
Und stille h&#228;lt er, zu lauschen;<br />
Und sieh, aus dem Felsen, geschw&#228;tzig, schnell,<br />
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,<br />
Und freudig b&#252;ckt er sich nieder<br />
Und erfrischet die brennenden Glieder.</p>
<p>Und die Sonne blickt durch der Zweige Gr&#252;n<br />
Und malt auf den gl&#228;nzenden Matten<br />
Der B&#228;ume gigantische Schatten;<br />
Und zwei Wanderer sieht er die Stra&#223;e ziehn,<br />
Will eilenden Laufes vor&#252;ber fliehn,<br />
Da h&#246;rt er die Worte sie sagen:<br />
&#8220;Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.&#8221;</p>
<p>Und die Angst befl&#252;gelt den eilenden Fu&#223;,<br />
Ihn jagen der Sorge Qualen;<br />
Da schimmern in Abendrots Strahlen<br />
Von ferne die Zinnen von Syrakus,<br />
Und entgegen kommt ihm Philostratus,<br />
Des Hauses redlicher H&#252;ter,<br />
Der erkennet entsetzt den Gebieter:</p>
<p>&#8220;Zur&#252;ck! du rettest den Freund nicht mehr,<br />
So rette das eigene Leben!<br />
Den Tod erleidet er eben.<br />
Von Stunde zu Stunde gewartet&#8217; er<br />
Mit hoffender Seele der Wiederkehr,<br />
Ihm konnte den mutigen Glauben<br />
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.&#8221;</p>
<p>&#8220;Und ist es zu sp&#228;t, und kann ich ihm nicht,<br />
Ein Retter, willkommen erscheinen,<br />
So soll mich der Tod ihm vereinen.<br />
Des r&#252;hme der blut&#8217;ge Tyrann sich nicht,<br />
Da&#223; der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,<br />
Er schlachte der Opfer zweie<br />
Und glaube an Liebe und Treue!&#8221;</p>
<p>Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,<br />
Und sieht das Kreuz schon erh&#246;het,<br />
Das die Menge gaffend umstehet;<br />
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,<br />
Da zertrennt er gewaltig den dichter Chor:<br />
&#8220;Mich, Henker&#8221;, ruft er, &#8220;erw&#252;rget!<br />
Da bin ich, f&#252;r den er geb&#252;rget!&#8221;</p>
<p>Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,<br />
In den Armen liegen sich beide<br />
Und weinen vor Schmerzen und Freude.<br />
Da sieht man kein Augen tr&#228;nenleer,<br />
Und zum K&#246;nige bringt man die Wunderm&#228;r&#8217;;<br />
Der f&#252;hlt ein menschliches R&#252;hren,<br />
L&#228;&#223;t schnell vor den Thron sie f&#252;hren,</p>
<p>Und blicket sie lange verwundert an.<br />
Drauf spricht er: &#8220;Es ist euch gelungen,<br />
Ihr habt das Herz mir bezwungen;<br />
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn -<br />
So nehmet auch mich zum Genossen an:<br />
Ich sei, gew&#228;hrt mir die Bitte,<br />
In eurem Bunde der dritte!&#8221;</p>
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		<title>Die armen W&#246;rter</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jun 2007 12:33:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Naranjo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was dem Dreik&#228;sehoch und seinem holden Augenstern zun&#228;chst als echte Labsal schien, lie&#223; beide sp&#228;ter staunen. Da&#223; es einem so bl&#252;merant zu werden vermochte, wer h&#228;tte das gedacht? Fernm&#252;ndlich noch dem Lichtspielhaus Bescheid gegeben, wo er doch als Billeteur erwartet wurde, schleppten er sich und sein Kleinod hinterher das Trottoir entlang, ein &#246;ffentliches Abort zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was dem Dreik&#228;sehoch und seinem holden Augenstern zun&#228;chst als echte Labsal schien, lie&#223; beide sp&#228;ter staunen. Da&#223; es einem so bl&#252;merant zu werden vermochte, wer h&#228;tte das gedacht? Fernm&#252;ndlich noch dem Lichtspielhaus Bescheid gegeben, wo er doch als Billeteur erwartet wurde, schleppten er sich und sein Kleinod hinterher das Trottoir entlang, ein &#246;ffentliches Abort zu suchen. Er glaubte schon, eine famose Spur im Schl&#252;pfer zu haben. Er und sein  Fr&#228;ulein durften alsbald jedoch feststellen, dass der Hagestolz, der ein Auge auf die Wuchtbrumme geworfen hatte, beiden einen haneb&#252;chenden Schabernack gespielt hatte. <a href="http://www.bedrohte-woerter.de" title="Die armen W&#246;rter" target="_blank">www.bedrohte-woerter.de</a></p>
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